Beziehungskünstler - Künstlerbeziehungen
Beziehungskünstler – Künstlerbeziehungen Die Künstler des 19. Jahrhunderts waren in einem Netz vielschichtiger Beziehungen miteinander verwoben. Familiäre Verbindungen, Freundschaften, kollegialer Austausch und leidenschaftliche amour fou begegnen, vermischen und verwandeln sich ineinander. Clara Wieck und Robert Schumann, Fanny Hensel und Felix Mendelssohn, Johannes Brahms, Pauline Viardot Garcia, Frederic Chopin und George Sand kommen mit ihren Briefen und Tagebucheinträgen zu Gehör ebenso wie mit den Musikwerken, die sie sich gegenseitig widmen und in denen sie sich spiegeln. In ihren Diskursen wie in ihrer Kunstausübung zeigt sich, dass die künstlerische und private Lebensform nicht nur von Gesellschaft und Konvention, von Begabung und Ausbildung geprägt ist, sondern entscheidend von ihrer Ausgestaltung durch die eigene Persönlichkeit.
Love is a stranger

Woraus entsteht Verbindung und Beziehung?
Wie wird aus Distanz Nähe, aus Fremde Heimat, aus Unbekanntem Vertrautes?
Wie wird aus zwei Fremden ein sich liebendes Paar?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt „Love is a stranger?“
Interviews mit „bikulturellen“ Paaren nähern sich verschiedenen Antworten.
Fotographien erlauben einen Blick auf den Anderen und das Miteinander.

Diese Antworten und Bilder von Menschen, für die Fremde, Liebe und Heimat gelebtes Leben sind, begegnen in einem Liederabend Gedichten und deren Vertonungen des 19. Jahrhunderts, die um ebendiese Themen kreisen.

Zyklen
Schönbergs Klavierstücke op. 19 alternierend mit Scarlatti Sonaten, die Klaviersonate e-moll von Grieg und Haydns f-moll Variationen, Schumanns kindliche Kinderszenen und der erwachsene Faschingsschwank. Ein Abend schöner Musik.
Masken und Gesichter / Klavier solo mit Moderation
Der Freundeskreis Robert Schumanns und die Figuren der Commedia dell’arte werden im Carnaval op. 9 musikalisch portraitiert – in diesem moderierten Klavierabend stellt Tatjana Dravenau sie Ihnen vor.

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LIED UND LESUNG
Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre

Heiß mich nicht schweigen!
Um Mignon, Mariane und Ophelia dreht sich dieses Programm,
um Schmerz und Schuld,
um Reden und Schweigen,
um Verblendung und Illusion, Einsamkeit und Wahn, Befreiung und Sinnlichkeit.
Robert Schumann: Mignonlieder / Frauenlieb und -leben
Richard Strauss: Ophelialieder /Alban Berg: 7 frühe Lieder

Johann Wolfgang von Goethe: Die Lieder des jungen Werther
"Dichtung und Wahrheit" und "Die Leiden des jungen Werther": die zwei großen, autobiographisch angelegten Werke Goethes, kombiniert mit Liedvertonungen seiner Gedichte von Loewe, Zelter, Reichardt, Wolf, Lang, Schubert.
Nähe und Distanz – an den Extremen liegen Verschmelzung und Einsamkeit, dazwischen liegt Beziehung. Die Beziehungen von Werther zu Lotte, von Musik zur Sprache und von Künstlern zum Publikum lassen sich in diesem Programm erleben.

Frauen um Goethe
"Welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück!"
Goethe hat viele Frauen geliebt und inspiriert durch seine Gefühle für sie viele Gedichte und Briefe geschrieben, die wiederum mit Gedichten und Briefen beantwortet wurden.
Von Käthchen Schönkopf bis Ulrike von Levetzow folgt dieses Programm Goethes Lebens- und Beziehungswerk und lässt in Liedern und Texten beide Seiten im immerwährenden Dialog hörbar werden.
 
Joseph von Eichendorff: Ahnung und Gegenwart

Der Roman „Ahnung und Gegenwart“ erzählt von Wanderungen durch die äußere Welt und die innere Seele.
Der junge Graf Friedrich bereist die Landschaften und die Gesellschaft seiner Zeit, erlebt
Liebe und Schmerz, Krieg und Religion, fröhliche Geselligkeit und  Waldeinsamkeit, Hoffnung, Sehnsucht und innere Einkehr - und reift darüber vom Jüngling zum Mann. Diese Erfahrungen drückt Friedrich in zahlreichen Gedichten aus, die das Individuelle im Allgemeinen spiegeln und die von den verschiedensten Komponisten vertont wurden.
Gelesene Romanpassagen wechseln sich ab mit Liedern von Robert Schumann und Hugo Wolf, von Hans Pfitzner und Erich Korngold, von Felix Mendelssohn und Ethel Smyth, Manfred Trojahn und Wilhelm Killmayer.

Ludwig Tieck: Die schöne Magelone
Eine orientalische Sage aus 1001 Nacht lebt im Kolorit der französichen Provence neu auf, wird vom Romantiker Ludwig Tieck nacherzählt und vom Norddeutschen Johannes Brahms leidenschaftlich vertont. Erzählte Prosa und vertonte Lyrik schaffen ein einzigartiges Kunstwerk.
Der Abenteurer Graf Peter verliebt sich in Neapel in die schöne Prinzessin Magelone und flieht mit ihr im Schutz der Nacht. Ein Rabe stiehlt dem rastenden Paar drei Ringe, das Unterpfand ihrer Liebe. Als Peter den diebischen Vogel verfolgt, wird er von seiner Geliebten getrennt und findet sie erst nach Jahren der Irrfahrt und Gefangenschaft im fernen Orient wieder.

LIEDERABENDE
Gib mir den Apfel!
Kinderlieder für Erwachsene - Lieder von Schumann, Reimann, Mussorgskij, Bernstein und Rachmaninov. Die Texte erzählen die kindliche Welt aus der Sicht der Erwachsenen - und auch umgekehrt. Hier geht es um liebevolle Szenenbeschreibungen, einfache Kinderlieder, altkluge Kindererkenntnisse oder schlichte Träumereien. "I want to know what's behind what's behind the sky! Don't you?"
Schumann 1840
Robert Schumann schuf eine überwältigende Fülle von Liedkompositionen im Jahre 1840, dem Jahr seiner Eheschließung mit Clara Wieck. Der zu dieser Zeit in Leipzig lebende Komponist gab auch die „Neue Zeitung für Musik“ heraus, in deren „Musikalischen Beilagen“ er der Öffentlichkeit neue Werke anderer Komponisten vorstellte. Das Programm kombiniert Schumanns Lieder nach Gedichten von Justinus Kerner mit denjenigen Vertonungen seiner Kollegen, mit denen er sich in diesem „Liederjahr“ auseinandersetze: Lieder von Ludwig Berger, Norbert Burgmüller, Ludwig Schunke, Julis Stern, Josephine Lang u.a.
Blumenlieder
Ein musikalischer Spaziergang durch die Blütenpracht der Lieder von Carl Loewe und Robert Schumann vorbei an den Miniaturen des "Catalogue des fleurs" von Darius Milhaud, weiter zu den Klassikern der Mélodies wie "Fleurs jeteé" und "Roses d'Ispahan" von Gabriel Fauré bis hin zu den herrlichen "Mädchenblumen" von Richard Strauss.
Felix Mendelssohn-Bartholdy
Entwickelt zum 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy: Frühling und Herbst, Blumen und Schilf, Neue Liebe und Erster Verlust –die romantische Lyrik von Heine, Byron, Lenau, Uhland verbindet sich mit Mendelssohns Kompositionen zu fein gezeichneten, behutsam mitfühlenden Psychogrammen.
Humor und Schönheit
Lieder handeln von Tod und Sehnsucht, von Hoffnung und unerfüllter Liebe, von Wehmut und Melancholie? Ja. Viele tun das, denn traurige und einsame Menschen haben mehr Zeit und Anlass, Gedichte und Lieder zu schreiben, als fröhliche und gesellige. Aber es gibt sie: die humorvollen Lieder.
Die geschliffene Ironie Heines; der spöttische Humor von Hugo Wolf; das hintergründige, wienersche Schmunzeln bei Mahler; die laute, urwüchsige Komik der Karikatur; das versteckte Kichern; der heimliche Genuss bei Schumann; die Schadenfreude von Brahms; der Spaß am Grotesken.
Und es gibt Momente des Innehaltens, Lieder, die die Momente überirdischer Schönheit, die das Leben manchmal verschenkt, klingen lassen: still, anmutig und berührend halten sie für einen Moment die Zeit an.
Lieder, Duette und Quartette des 19. Jahrhunderts voller Humor und Schönheit.
 
Verdammtes Glück

Mit Stimme und Klavier suchen der Sänger René Roseburg und die Pianistin Tatjana Dravenau das Glück und finden die vielfältigen Verlockungen der Liebe. Cole Porter entführt in die Leichtigkeit des Swings, Bertolt Brecht offenbart wütend den Schmerz, während Jacques Brel mit sehnsüchtiger Melancholie verzaubert. Und über allem steht der fröhliche schwarze Humor, mit dem Georg Kreisler das Leben und die Liebe erträgt.
Kommen Sie mit in den Hafen von Amsterdam, hören Sie den Song von der Mandelay, tanzen Sie den Valse a mille temps, erleben Sie Just one of those things und lassen Sie sich ein auf unser Verdammtes Glück: Let’s do it!

 
Javier Alonso Britta Borchers Marta Herman Daniel Johannsen Corinna Rosenstock Johannes Klüser Benedikt Kristjansson Jihyun Lee Eckhard Leue Jeeyoung Lim Anna Theresa Møller Daniel Johannsen Amelie Petrich René Roseburg Anne Rosenstock Michaela Selinger Modestas Sedlevicius Michaela Selinger Fabian Strotmann Hagar Sharvit